Vereinschronik

Gründung

Es war im Jahre 1907, als sich 16 junge Männer in Heubach zusammengefunden haben und den Turnverein gründeten. Ein Jahr später wurde der Verein in den Odenwaldgau eingegliedert und gehörte damit der Deutschen Turnerschaft an, einem der größten Verbände der damaligen Zeit. Dass sie turnerisch aktiv waren, belegt eine weitere Zeitungsnotiz aus dem Jahr 1895. Anlässlich der,,Sedanfeier" zum Gedenken an 1870/71 traten die Heubacher Turner mit einer damals höchst beliebten Pyramide auf. Bekannt sind noch: Peter Brücher, Adam Hofferberth (Obermüller), Johann Gruber, Johann Schimpf (Zimmermann), Peter Schimpf (Metzgerpeter), Ludwig Weber (Schwarzers Lui), Jakob Wolf (Jockel), Peter Müller (Luftepeter). Der erste Vereinspräsident (so sagte man damals) war Jakob Wolf. Er blieb es bis zum Jahre 1912.

Die Zeit bis zum 1. Weltkrieg

Was macht ein neugegründeter Verein als erstes, damals wie heute? Er gibt sich eine Satzung. Und da steht nun als Paragraph 1, ganz in der Sprache der damaligen Zeit: „Der Zweck des Vereins ist die Förderung des deutschen Turnens als eines Mittels zur körperlichen und sittlichen Kräftigung und die Pflege des deutschen Volksbewusstseins und vaterländischer Gesinnung." Den erhabenen Worten folgten zunächst Taten: Man bastelte selber ein Reck und einen Barren und stellte diese Geräte im Garten von Jean Zieres (heutige Metzgerei Kunkel) auf.

Einen eigenen Turnplatz konnte man sich ja noch nicht leisten. Der junge Verein konnte mit der Nachbarschaftshilfe des Turnvereins Groß-Umstadt rechnen. Die Umstädter schickten einen Turnwart, der den seltenen Namen Biersack führte und den Heubachern die ersten Klimmzüge beibrachte. Der Verein erhielt rasch Zuwachs, als hätten die Heubacher Burschen nur darauf gewartet. Ein zweiter Vorturner musste her, ein Mann namens Schlachter aus Umstadt. Der Verein gedieh prächtig und, wie die alten Chroniken berichten, am 13. Oktober 1913 hatte er seinen ganz großen Tag. Es war die Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig. Mit viel Hurra und Höhenfeuer waren alle Heubacher Vereine auf den Beinen und der Turnverein war der Mittelpunkt. Geräte- Keulen- und Stabübungen wurden vorgeführt, unter Beleuchtung mit bengalischem Feuer, versteht sich.

Diese Schau riss auch die müdesten Männer von den Stühlen und der Verein bekam einen Zuwachs an Mitgliedern. Ein Turnplatz musste her. Die Gemeinde Heubach hatte ein Einsehen und wies dem Verein das Gelände an, auf dem er heute noch zu Hause ist. Besonders spendierfreudig waren die damaligen Gemeindeväter gerade nicht. Sie rückten ein Gelände heraus, das zu nichts Anderem zu gebrauchen war, den buckligen ,,Geisgarten", wie er damals hieß. Und das auch noch pachtweise. Doch die Turner packten Hacke und Schippe und gingen frisch, fromm, fröhlich, frei daran, den Platz zu planieren. Allerdings bedurfte es der freiwilligen Arbeit von drei Generationen (mit langen Pausen, notgedrungen), um den Platz so herzurichten, wie er jetzt daliegt. Jedenfalls wurde 1913 ein guter Schritt vorwärts gemacht, die wackligen selbstgebauten Geräte wurden durch neue, gekaufte ersetzt und die Turnerei kam richtig in Schwung.

Dann kam das Jahr 1914 und damit das große ,,Aus". lm Jahre 1919 musste wieder von vorne angefangen werden. Neun aktive Mitglieder waren nicht aus dem Krieg zurückgekommen. Die Heimgekehrten und neue, junge Mitglieder nahmen den Turnbetrieb wieder auf, die Leichtathletik kam neu hinzu. Erster Vorsitzender wurde Georg Gruber lll. (der Spenglerschneider), ein sehr rühriger Mann, der viel Wirbel in den Verein brachte und durch seine originellen Aussprüche bekannt (und gefürchtet) war. Der 1. Turnwart war Jean Schimpf (der Zimmermann).

Die zwanziger Jahre

Das Vereinsleben lief recht gut, da bekam der Verein die veränderten politischen Verhältnisse zu spüren. lm gesamten Deutschen Reich wurden damals die ,,Freien Turn und Sportvereine" gegründet, die sich zur ,,Freien Turnerschaft" vereinigten. Der neue Verband erstand als Gegengewicht gegen die damals noch sehr konservative ,,Deutsche Turnerschaft". Ein Antrag, den Verein geschlossen zur ,,Freien Turnerschaft" zu überführen, wurde abgelehnt. Es kam, wie es kommen musste: Der Verein spaltete sich und es wurde im Jahre 1920 der ,,Arbeiter Turn und Sportverein" gegründet. Der neue Verein wandte sich aber bald ausschließlich dem Fußballsport zu. Unter dem Namen ,,Sportverein 1920 e.V." ist er heute ebenso wie der ,,Turnverein 1907 e.V." Träger des sportlichen Lebens unserer Gemeinde.

Doch die Lücken füllten sich schnell, die Jugend rückte nach. lm Juni 1920 dachte man schon wieder ans Feste feiern. Das Jugendfest des Turngaues Odenwald, das erste nach dem Krieg, fand in Heubach statt. Es kam der Mai 1922 und damit das 15-jährige Bestehen des Turnvereins. Doch was war damals ein Verein ohne Fahne? Ohne dieses Symbol der Gemeinschaft ging nichts. Unserer Fahne war rechtzeitig da zum 15-jährigen. Gar nicht billig war sie. Aber was wurde ein zünftiges Fahnenweihfest gefeiert: Die Älteren unter uns können sich noch erinnern, wie der Gruber Georg seine Festrede begann: ,“Fahnenweihe, welch erhabenes Wort!" Das gute Stück ist noch vorhanden und ruht wohlverwahrt in der Glasvitrine in der Turnhalle. Sie trägt die Inschrift, die auch heute noch wahr ist: „Wer seinen Körper stählt, pflegt auch seine Seele.“

Härter wurde die Zeit. Es kam die große Inflation, das Geld wurde zum Gespött. Darunter litt auch das Vereinsleben. Die nachfolgenden 20er Jahre bekamen dem Verein recht gut: Es wurde regelmäßig Turnstunde gehalten und fleißig trainiert. An den Wettkämpfen und Festen der näheren und weiteren Umgebung nahmen die Heubacher stets teil, oft mehrmals im Jahr. Da wurden dann die Teilnehmer mit geschmückten Pferdewagen hin- und zurückgefahren und lustig ging‘s dabei zu. Das Auto war wohl schon erfunden, aber nicht für den Geldbeutel irgendeines Heubachers.

Schöne Erfolge errangen damals unsere Turner und Leichtathleten, Einzelheiten hat der Zahn der Zeit zernagt. sie sind auch nicht mehr wichtig, nur an eines erinnern sich noch manche: Bei einem Wettkampf, zu dem Teilnehmer aus ganz Südhessen antraten, lag Heubach an zweiter Stelle, gleich hinter Frankfurt. Auch auf rein kulturellem Gebiet war der Verein aktiv, wobei die Geselligkeit voll auf ihre Kosten kam. In jedem Jahr war der Abend des 1. Weihnachtstages für den Turnverein reserviert. Da gab's zunächst turnerische Darbietungen. Dazu wurden Barren und Pferd in den Wirtshaussaal gewuchtet, außerdem waren Keulen- und Stabübungen hoch in Mode. Und kein Vereinsball ohne das Pyramidenstellen. Der stärkste Muskelprotz stand unten, hielt ein halbes Dutzend Sportsfreunde auf seinen Oberschenkeln, Armen und Schultern, und der Magerste saß ganz oben und lächelte ins begeisterte Publikum. Dazu farbige Beleuchtung, und das alles für 50 Pfennig Eintritt. Nach dem sportlichen Teil wurde Theater gespielt. Auch das hat sich, leider, möchte man sagen, heute überlebt. Da waren hart arbeitende Männer und Frauen, die übten in ihrer Freizeit Theaterstücke ein, lustige und traurige, sinnvolle und Schnulzen, aber oft besser als das, was heute die Profis an den Theatern manch mal den Besuchern zumuten. Kurzum, die Dorfbevölkerung wurde gut unterhalten und tanzte anschließend bis in die Frühe.

Eine Errungenschaft des Turnvereins dürfen wir nicht vergessen. lm Jahre 1925 war es in dem sonst so stillen Heubach recht laut geworden: Der Turnverein hatte einen Spielmannszug aufgestellt! 15 bis 20 Trommler und Pfeifer waren mit Lust und Liebe dabei, wenn marschiert wurde. Und marschiert wurde damals sehr viel, kein Fest war denkbar ohne Festzug. Gedrillt wurde die muntere Schar vom Musiker Heinrich Fiedler, der oben am Friedhof wohnte. oft wurde abends in der Friedhofgasse ein neuer Marsch einstudiert, so kräftig, dass die Verstorbenen sich gern auf die andere Seite gedreht hätten. Viele erinnern sich noch an das Dröhnen der Trommel des alten Fraas, ein Meistertrommler, den das Schicksal aus Bischofsheim hierher verschlagen hatte. Aber auch dieser Spaß ging zu Ende. Man weiß nicht mehr so recht, wann und warum. Aber Anfang der 30er Jahre wurden die letzten Töne gepfiffen.

lm Jahre 1928 tat sich wieder etwas Neues: Eine Handballmannschaft wurde aufgestellt. Feldhandball wohlgemerkt, das heutige Hallenhandball war noch unbekannt. Zwar wurde schon all die Jahre vorher Faustball gespielt, doch das war den jungen Leuten zu standorttreu, sie brauchen mehr Bewegung. Schwer war der Anfang, weil zunächst keiner eine rechte Ahnung hatte von der Technik des Spiels. Ein Trainer stand nicht zur Verfügung. Gleich stürzten wir uns in die Punktespiele gegen Mannschaften aus dem ganzen Gau, und wen wundert's, dass alle verloren gingen. Aber den Mut verloren die jungen Spieler nicht, und das ist auch was wert. Die Ausdauer wurde belohnt, bald hatte unsere Mannschaft ein gewichtiges Wort mitzureden. Nicht zu vergessen sind hierbei einige Sportkameraden aus Wald-Amorbach, vor allem Adam Weber. Zu jedem Spiel kamen sie über den Berg herübergelaufen und waren maßgeblich am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Der Handballsport lief bis Mitte der 30er Jahre. Anfang der 50er Jahre lebte er nochmals auf und ist nach wenigen Jahren endgültig eingeschlafen. Bleibt noch zu erwähnen, dass alle Kosten, einschließlich Sportkleidung und Auswärtsfahrten, von den Spielern selbst getragen wurden.

Auch musste bei der Aufnahme des Handballspiels der Turnplatz vergrößert werden. Das notwendige Gelände wurde von der Gemeinde angekauft. In freiwilligem Arbeitseinsatz, ganz ohne Maschinen, wurde dem Wald ein weiteres Stück Spielplatz abgerungen.

1929 bis zum 2. Weltkrieg

Vorsitzende ab 1929 waren nacheinander: Georg Wolf (Bäcker Schorsch), Jakob Helmreich und Adam Luft. Einen sehr aktiven Oberturnwart hatten wir in der Person von Wilhelm Adrian. In den Jahren 1929-1934 hat er den Verein durch seine starke Persönlichkeit maßgeblich geprägt. Das Jahr 1932 war wieder ein Höhepunkt in der Geschichte des Turnvereins. Er war Ausrichter des Gauturnfestes des Gaues Odenwald. Viele erinnern sich noch gern daran: gute sportliche Leistungen, ein riesiger Festzug, viel Betrieb im großen Zelt. Und das alles in einer Zeit schwerster wirtschaftlicher Krise. An dem Punkt, Sportfreunde, wollen wir doch md kurz die Luft anhalten. Was wird doch heute alles gejammert über unsere ach so schlechte Zeit, und wenn man täglich die Zeitung liest, dann glaubt man, dass es bald nicht mehr auszuhalten wäre in unserem Land. Wehleidig sind wir geworden! Viele Leute wissen es noch, und die Jungen mögen es glauben oder nicht: was sich in den Jahren 1931 und 1932 bei uns abgespielt hat, war so ziemlich das Letzte, was sich ein Staat leisten darf. Nur eine Zahl, und damit genug: lm Winter 1932 hatten wir 7 Millionen Arbeitslose. Und die lebten nicht von 68 Prozent ihres letzten Lohnes, sondern sie haben sich von einem Tag auf den andern durchgehungert.

Was anschließend im Jahre 1933 kam, steckt uns heute noch schwer in den Knochen und die Folgen davon werden wir nicht mehr los. Auch in den Reihen der Turnerschaft dachte so mancher, jetzt seien alle Probleme gelöst, nachdem die politische Weisheit vom Himmel gefallen war. Doch wir müssen die Menschen und ihre Handlungen aus ihrer damaligen Welt und ihrer eigenen Zeit verstehen. Der erste Schlag kam bald: Die Gleichschaltung der Vereine: Die Deutsche Turnerschaft wurde aufgelöst und in einen neugeschaffenen „Reichsbund für Leibesübungen“ eingegliedert. Das war das Allerdümmste, was man dem Vereinsleben antun konnte. Das Ergebnis war, dass jeder Sportbetrieb zum Erliegen kam, und das bereits vor Beginn des Krieges 1939-1945.

Der Neubeginn

In den Jahren nach der Katastrophe hatte jeder mit sich zu tun. 35 Mitglieder des Vereins waren nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Andere waren nicht mehr ansprechbar. Erst im Jahre 1950 regte sich wieder etwas. Ein paar Unentwegte fingen wieder ganz von vorne an, mit nichts. Keine Geräte mehr, der Platz zweckentfremdet. Aber bald kamen junge, tatkräftige Leute neu dazu und es zeigte sich wieder einmal: Die Welt kann untergehen, aber die Vereine leben weiter. Der erste Wettkampf nach dem Krieg war das Kreisturnfest in Babenhausen 1950. Wir waren dabei, am Gerät und in der Leichtathletik. An den Bundesturnfesten in München, Stuttgart und Berlin nahmen Jungturner unseres Vereins erfolgreich teil.

Ein neuer Höhepunkt war das Jahr 1957. Der Verein feierte sein 50-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wurde das 63. Gauturnfest des Odenwaldgaues in Heubach ausgerichtet, unter Teilnahme fast der gesamten Bevölkerung. Drei Tage lang, vom 29. Juni bis 1. Juli 1957 lief ein volles Programm, einschließlich eines großen Festzuges durch die Ortsstraßen und eine Woche darauf war hier das Gau-Kinderturnfest. wenn das keine Aktivität ist!

lm gleichen Jahr wurde noch ein weiteres Vorhaben vollendet: Die Turnhalle wurde gebaut. Damit war man einen großen Schritt weiter, denn nun konnte auch in der kalten Jahreszeit der Betrieb weiterlaufen.

Auf dem Deutschen Turnfest 1958 in München hatte ein Heubacher einen beachtlichen Erfolg. Erich Luft errang den 37. Platz im Geräte Achtkampf unter 3811 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine große Leistung gegen starke Konkurrenz.

Die sechziger Jahre

Im Januar 1960 übernahm Heinz Hauffenmeyer das Amt des Kinderturnwartes. Er baute dann von 1960 bis 1962 eine starke Vereinsjugend auf. Acht Übungsleiter wurden ausgebildet, die Zahl der Mitglieder stieg ständig. 1962 stieß Werner Bundschuh zu Heinz Hauffenmeyer und mit seiner Unterstützung wurde der Turnverein stetig auf seinem Weg nach oben vorangebracht. Während Werner Bundschuh den Turnverein verwaltungsmäßig neu organisierte, baute Heinz Hauffenmeyer den Übungsbetrieb, überhaupt den ganzen Turn- und Sportbetrieb neu auf.

Mit dem erweiterten Turnbetrieb wurde dann ein weiterer Bauplan spruchreif. Umkleideräume, Duschräume, Toiletten und ein Vereinsraum sollten an die Turnhalle angebaut werden. Nachdem Bauplan und Finanzierung sichergestellt werden, wurde 1964 in Eigenhilfe der Vereinsmitglieder das Bauprojekt begonnen. Eingeweiht wurde es dann am 1.5.1966. Als Anerkennung für die aktive Arbeit bei der Jugendbetreuung im Verein und gleichermaßen im Turngau Odenwald wurde den Heubachern die Ausrichtung des Gau Kinderturnfestes 1965 übertragen. Diese Aufgabe konnte, dank der guten Zusammenarbeit aller Vereinsmitglieder, glänzend gelöst werden und brachte dem Verein weiteren Aufschwung.

Jetzt stand ein anderes Problem bevor. Der Sportplatz, der ziemlich vergammelt und auch zu klein war, musste erneuert werden. Und jetzt wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Durch Geländetausch mit der Gemeinde wurde der Platz verlängert. Ein gebrauchter Räumbagger wurde beschafft, denn viele Kubikmeter Erde mussten bewegt werden. Und vieles andere gab's zu tun. Dabei soll nicht vergessen werden, dass viele freiwillige Helfer zupackten und in Tausenden von Arbeitsstunden, unentgeltlich wohlgemerkt, den Platz so hinlegten, wie wir ihn heute vor uns sehen. Die Leichtathletik hat jetzt freie Bahn, und auch alle modernen Ballspiele, außer Fußball, können ausgeübt werden.

Man könnte jetzt, wenn man wollte, die Namen all derjenigen Mitglieder nennen, die sich voll eingesetzt haben und durch ihre Arbeit eine moderne Sportanlage hinstellten. Doch darum geht es keinem, wichtig ist allein das vollendete Werk. Stellvertretend für alle sollte man die Vorsitzenden Heinz Hauffenmeyer und Ludwig Weber erwähnen. Zupackend wie sie waren, stießen sie die Sache voran, wenn sie mal hängen blieb. Seit 1959 steuert Heinz Hauffenmeyer den Verein.

Siebzig Jahre hatte jetzt der Verein hinter ich gebracht, gute und schlechte. Vieles hatte sich in dieser Zeit verändert: umso mehr wurde das Angebot an moderner Leichtathletik und Gymnastik angenommen. Auch Mannschaftsspiele wurden gern betrieben. Der Frauensport hatte seinen festen Platz im Programm. Auch Männer der älteren Jahrgänge waren aktiv.

Höhepunkt des Jahres 1977 war das 83. Gauturnfest vom 9. Juli bis 11. Juli 1977, verbunden mit dem 70-jährigen Bestehen des Turnvereins. Es wurde ein voller Erfolg, sowohl sportlich als auch gesellschaftlich. Am Samstag, dem 9. Juli hatten sich über 350 Turner und Leichtathleten zum Wettkampf eingefunden. Am Abend nach der Siegerehrung war das Festzelt bis zum letzten Platz gefüllt. Ein abwechslungsreiches Programm rollte über die Bühne. Am Sonntagvormittag begann das Gau-Kinderturnfest, an dem ca. 1100 Kinder aus 30 Vereinen teilnahmen. Am Nachmittag bewegte sich ein langer Festzug mit über 40 Gruppen durch die festlich geschmückten Straßen. Anschließend bot sich auf dem grünen Rasen des neuen Turnplatzes ein buntes Bild.

Klar, dass die Vorbereitung und Organisation eines solchen Festes alle Kräfte brauchte. Dennoch lief der Sportbetrieb weiter. Am 4. Februar 1977 fanden die Mannschaftswettkämpfe der Jugend des Turngaues in der Geiersberg-Turnhalle statt. Unsere Riege belegte den 2. Platz. lm Oktober 1977 waren wir mit 62 Teilnehmern beim Großwandertag in Bad König. lm September 1977 wurden Sportgeräte für 3.200 DM angeschafft. Das Sportabzeichen erwarben 25 Sportler des Vereins.

Die Wiesentalhalle wird gebaut

 In das Jahr 1977 fielen nun die ersten Planungen für die neue Turnhalle. Der ehemalige kleine Turnplatz war dem Turnverein im Mai 1976 von der Gemeinde Heubach in Erbpacht überlassen worden. lm März 1978 wurde ein Bauausschuss berufen, der das Turnhallenprojekt planen sollte. Dem Ausschuss gehörte an: 1. Vors. H. Hauffenmeyer, Rechner E. Gruber, 2. Vors. H. Großmann, Beisitzer G. Amend, Turnwart W. Volk. Der inzwischen zur Tradition gewordene Vergleichskampf der Breitensportgruppe des TSV Pfungstadt und des TV Heubach wurde im April 1978 ausgetragen. lm Geräteturnen des Turngaues brachten die Wettkämpfe der Leistungsriege weitere Erfolge. Jonny Fields wurde in seiner Klasse Gaumeister im Geräte Kür Sechskampf. Das Deutsche Turnfest in Hannover wurde vom 30.7. bis 5.8. 1978 besucht. 35 Teilnehmer nahmen aktiv an den Wettkämpfen teil. Turngeräte im Werte von 6.700 DM wurden im September angeschafft.

Am 11. November 1978 wurde der Gerätevergleichskampf gegen die sehr starken Jugendturner des TV Aschaffenburg ganz knapp von unseren Jugendturnern gewonnen. Mit diesem wohl schönsten Sieg der Leistungsriege wurde die intensive Trainingsarbeit von Werner Volk belohnt. Wanderwart Wilhelm Magsam führte einige schöne Wanderungen durch. Höhepunkt dürfte die Gauwanderung am 15. Oktober 1978 mit einer Wegstrecke von 14 km rund um Heubach gewesen sein. über 900 Teilnehmer aus 26 Gauvereinen wurden gezählt.

Das Jahr 1979 begann ganz im Zeichen des Neubaus der Turnhalle. Der Bauausschuss legte den Entwurf der neuen Turnhalle vor. Der Finanzierungsplan wurde vom Gesamtvorstand genehmigt. Die Halle sollte in den Ausmaßen von 36 x 20 m und einem Anbau von 18 x 15 m errichtet werden. Turnfreund Hermann Graf aus Lengfeld erhielt den Auftrag, den Bauplan zu erstellen. Die Stadt Groß-Umstadt stellte einen Zuschuss von 180.000 DM bereit, der Landkreis ein Darlehen von 50.000 DM und 40.000 DM aus der Vorfinanzierung des Schulträgers sowie die Eigenmittel des Vereins und eine enorme Eigenleistung sollten das Projekt finanzieren.

lm Juli wurde das Behelfsheim abgerissen um Platz zu schaffen für die neue Turnhalle. Anfang August 1979 wurde die Baugenehmigung erteilt, am 25. August 1979 war Baubeginn. Viele Helferhände regten sich und so konnte am 2. Dezember 1979 das Richtfest für den Rohbau gefeiert werden.

Der Familienabend, das Sommerfest, die Fuß und Radwanderung, die Nikolauswanderung verzeichneten sehr gute Beteiligungen der Mitglieder. Beim Gau und Gaukinderturnfest, bei den Vergleichskämpfen wurden beachtliche Erfolge unserer Sportler errungen. Das Deutsche Sportabzeichen wurden von 32 Sportlern erworben.

1980 bis zur Jahrtausendwende

lm Januar 1980 wurde mit dem Innenausbau der neuen Halle begonnen. Der Sportbetrieb lief auf vollen Touren weiter, trotz Neubau und Umbau der alten Halle. Übungsbetrieb unter erschwerten Bedingungen hieß die Devise.

Ludwig Herrmann löste Angelika Gruber als Schriftführer ab. Die kulturellen Veranstaltungen, die Wanderungen verzeichneten sehr gute Beteiligung. Bei den Vergleichskämpfen und beim Gau und Gaukinderturnfest konnten viele Erstplatzierungen in den Einzel- und Mannschaftswertungen errungen werden. Bei der beliebten Fernsehsendung ,,Spiel ohne Grenzen" in Herborn wirkte eine Abordnung des Vereins aktiv mit.

In allen Gruppen ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen. Am erfolgreichsten ist die Leistungsriege. Ihr gehören an: Kai Schimpf, Jonny Fields, Werner Hauffenmeyer, Gerald Weber, Jürgen Herrmann, Clemens Ruppert, Matthias Weber, Steffen Großmann, Christoph Herrmann, Falk Schimpf. Die Breitensportgruppe des TV gewann gegen den TSV Pfungstadt. Beim Gau und Gaukinderturnfest in Babenhausen wurden erste und zweite Plätze errungen. Gaumeister wurden Werner Volk, Kai Schimpf, Jonny Fields, Werner Hauffenmeyer, Gerald Weber, Jürgen Herrmann, Matthias Weber, Clemens Ruppert, Stefan Großmann.

Die Gausieger wurden mit der Sportplakette der Stadt Groß-Umstadt ausgezeichnet. Außerdem wurde mit der Sportplakette in Gold für besondere Verdienste um die Förderung des Sportes der 1. Vors. Heinz Hauffenmeyer ausgezeichnet.

Bei den Gaumannschaftsmeisterschaften in Heubach wurden 2 erste Plätze errungen. Bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften in Solms der 6. Platz. Kai Schimpf nahm an den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Villingen/Saar teil. Das Deutsche Sportabzeichen wurde an 42 Sportler des Vereins verliehen.

Eine Tischtennisabteilung gründete sich neu und erfreute sich von Anfang an eines starken Zuspruchs. Ebenso gefragt war die von Angelika Gruber ins Leben gerufene Tanzgruppe.

Aus der Mitgliedschaft soll folgendes nicht vergessen werden: Beim Familienabend im April 1981 gab der 1. Vorsitzende bekannt, dass Ludwig Weber über 50 Jahre, Willi Schimpf 60 Jahre, Adam Luft, Valentin Ehrig über 60 Jahre und Georg Knöll über 70 Jahre im Turnverein tätig sind.

lm Jahre 1981 übernahm Herbert Hahn die Betreuung der Sportabzeichen von unserem Sportfreund Helmut Kuttkat.

Die Turnhalle wurde mit einem Kostenaufwand von 940.000 DM erstellt, von den freiwilligen Helfern des Vereins wurden bis zur Einweihung der Halle 38.000 Arbeitsstunden kostenlos geleistet. Der Buchwert der Halle beläuft sich auf 1,5 Millionen DM. Das bedeutet 80% der Gesamtbaukosten wurden vom Verein aufgebracht. Der Verein zählte im Januar 1982 420 Mitglieder.

365 aktive Teilnehmer fanden sich zum Gauwandertag 1982 in Heubach ein. Die Tischtennisabteilung, die zwei Jahre zuvor ins Leben gerufen worden war, entschloss sich, dem Tischtennis-Bund beizutreten und nun an Wettkämpfen teilzunehmen. Für den Volleyball hatten wir unseren Sportfreund Heinz Laubscheer. Bei alledem fand der Turnverein noch Zeit, 1982 die Kerb auszurichten.

Auf ging's ins Jahr 1983. Bei der Jahreshauptversammlung wurde stolz festgestellt, dass der Verein in folgenden Sparten sich betätigt: Turnen, Leichtathletik, Gymnastik, Tischtennis, Volleyball, Wandern und Tanzen. lm Juni ging's zum Gauturnfest nach Beerfelden. lm gleichen Monat war das Deutsche Turnfest in Frankfurt. 58 Aktive nahmen an den Wettkämpfen teil. Quartier hatten wir in der Schule in Seckbach. Bei der Hessenmeisterschaft für Kunstturner schafften unsere 5 Teilnehmer den 4. Platz. Das Mehrkampfabzeichen des Leichtathletikverbandes erhielten dieses Jahr 60 Teilnehmer.

Erinnern wir uns an die Tätigkeit im Jahre 1984. März: Familienabend mit Turnschau. April: Gaumannschaftsmeisterschaft in der Halle. Wettkampf in Pfungstadt, zum 10. Mal. Frühjahrswanderung in Mümling-Crumbach.  Mai: Gau Einzelmeisterschaften der Kunstturner in Dieburg, Gausieger Matthias Weber. Juli: Gauturnfest in Lengfeld. Gausiegerwurde Matthias Weber. Juli: Gauturnfest in Lengfeld. Gausieger wurden Matthias Weber, Clemens Ruppert und Ursula lttmann. September: Abend der Stadtteile, 22 Aktive erhielten das Sportabzeichen, davon einige wiederholt in Gold. Oktober: Gauwanderung in Babenhausen. Die Tischtennisabteilung mauserte sich: Erstmals nahm eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil, und in der Verbandsrunde war Heubach schon mit zwei Mannschaften vertreten.

Bei der Generalversammlung im Januar 1985 legte Hauffenmeyer sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Er hat den Verein und seine Anlagen maßgeblich gestaltet. Sein Nachfolger wurde Helmut Großmann. Mai: Sportkreistag in der Wiesentalhalle. Dreigauetreffen Odenwald, Bergstraße, Rhein Main hier bei uns. Dabei Vergleichswettkämpfe, Wanderung, Geselligkeit. Juni: Frühjahrswanderung in Semd. Gauturnfest in Höchst. Juli: Landesturnfest in Fulda. Oktober: Herbstwanderung in Gammelsbach. Darüber hinaus wieder alle Veranstaltungen, wie gehabt.

Ein kurzer Blick auf das Jahr 1986: lm März war die Gaueinzelmeisterschaft in Schaafheim. Clemens Ruppert ist wieder, wie bisher, Gaumeister der Jugend. Tina Argyriadis qualifizierte sich für die hessischen Bestenkämpfe. lm gleichen Monat Wettkämpfe gegen Dieburg und Beerfelden. April: Gauwanderung um Dorf Erbach. Juni: Gauturnfest in Michelstadt.

Insgesamt hatte der TV 07 in den Jahren seit der Errichtung der neuen Turnhalle einen ansehnlichen Zuwachs in den Abteilungen zu verzeichnen. Die Turnriege nahm mit großem Erfolg an Wettkämpfen teil und turnte in der Landesliga. Feiern konnten 1987 auch die Tischtennisspieler: Erstmals stieg die 1. Herrenmannschaft in die zweite Kreisklasse auf. Kein Wunder also, dass beim Gauturnfest 1982 in Heubach zum 80-jährigen Bestehen des TV 07 die Wettkämpfe auf dem Sportplatz und in der Halle auch für unsere Teilnehmer viele Erfolge brachten.

lm selben Jahr stellte unser Turnverein mit 35 Teilnehmern am Deutschen Turnfest in Berlin die stärkste Truppe aus dem Turngau Odenwald. Einen hervorragenden 43. Platz unter 1785 Teilnehmern seiner Gruppe (unter ihnen Eberhard Ginger) erreichte Uwe Volk, Clemens Ruppert turnte sich unter 3144 Teilnehmern auf Platz 23! Ähnlich gute Ergebnisse in ihren jeweiligen Wettkampfklassen erzielten Werner Volk, Matthias Weber und Werner Hauffenmeyer. Auch die weiteren Heubacher Turner konnten sich in der vorderen Hälfte platzieren und trugen zu einem Ergebnis bei, wie wir es in der Vereinsgeschichte noch nicht zu verzeichnen hatten.

1990 trat im Vorstand des TV 07 ein Wechsel ein, als Helmut Großmann den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen abgab und Wilfried Rusch seine Stelle übernahm. In den folgenden Jahren bahnte sich für den Verein eine weitere finanzielle Belastung an. Da der Hallenboden der Wiesentalhalle nicht mehr für den Sportbelrieb geeignet war, musste 1992 ein neuer Boden eingebracht werden. Wieder einmal war die Eigenhilfe durch viele Mitglieder aus allen Abteilungen gefragt. Um die finanziellen Belastungen aufzufangen, suchte der Verein neue Einnahmemöglichkeiten. Man begann, die Halle an Wochenenden für Hochzeiten und andere Familienfeste zu vermieten, was besonders ausländische Mitbürger gerne in Anspruch nahmen. Obwohl diese Finanzspritze dem Verein gut tat, wurde 2005 die letzte Veranstaltung dieser Art durchgeführt, denn es war nicht gelungen, hierfür überall in der Bevölkerung Akzeptanz zu erreichen.

Doch zurück zu den sportlichen Aktivitäten, um derentwillen schließlich seit nunmehr über 100 Jahren alle Anstrengungen unternommen werden. 1992 erspielte sich die 1. Herrenmannschaft der Tischtennisabteilung den Meistertitel und stieg in die2. Kreisklasse auf. 1992 und 1993 wurden die Kreismeisterschäften im Waldlauf in Heubach durchgeführt. Die Leichtathleten erreichten ab dem Jahr 1990 mit ihren Trainern Wilfried Rusch und Karl Hans Ries schöne Erfolge im Turngau Odenwald sowie bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften des HLV (Hessischer Leichtathletikverband).

Sogar Hessenmeister Titel wurden nach Heubach geholt, nämlich bei der Jugend- und Schülerklasse in den Mehrkämpfen des HTV (Hessischer Turnverband) und des HLV durch Christian Ries (1991) und Tobias Quaiser (1995/96). Mit 10.9 sec erlief sich Tobias 1997 eine Platzierung unter den 30 zeitbesten 80m Hürdenläufern Deutschlands seiner Gruppe M15 und gehörte zu den 30 Punktbesten im Blockmehrkampf Sprint.

1997 stand natürlich auch wieder ein Jubiläum an. Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens richtete der TV07 unter anderem das Gauturnfest mit dem Gaukinderturnfest aus. Hier gelang den Gastgebern mit einer Reihe von Siegen eine schöne Erfolgsbilanz. Besonders für die Tischtennisspieler des Vereins war 1998 ein Erfolgsjahr: Nicht nur schaffte die 2. Mannschaft den Aufstieg in die 2. Kreisklasse, sondern die männliche Jugend gewann die Meisterschaft der 3. KK Gruppe 2. 1998 war auch das letzte Deutsche Turnfest, an dem der TV 07 und der verstorbene Heinz Hauffenmeyer teilnahmen. Hier erreichte Uwe Volk den 14. Platz.

In derselben Zeit machten auch die Turner des TV 07 wieder von sich reden. Diese Abteilung, die sich in den Jahren 1989 bis 1994 eine Auszeit genehmigt hatte, nahm unter dem Trainergespann Werner und Uwe Volk das Training wieder auf. Von da an war bei Wettkämpfen mit den Heubacher Turnern wieder zu rechnen. In den folgenden Jahren errangen sie 72 Gauturnfestsiege, 40 Gaueinzelmeisterschaften und 38 Gaumannschafts und Pokalrundensiege sowie unzählige zweite und dritte Plätze.

Im neuen Jahrtausend

Zusammen mit dem TAV Eppertshausen, mit dem man eine Trainingseinheit gebildet hatte, erhielt man die Einladung zum Training an den Olympiastützpunkt in Frankfurt....was Früchte trug, denn Steffen Volk wurde mit der Mannschaft Hessenmeister, sein Bruder Thorben Hessischer Vizemeister im Kunstturnen. Zudem wurde er zum Kadertraining der Landesmannschaft eingeladen. Zu einem Wettkampfeinsatz kam es für Thorben auf Grund eines schweren Trainingsunfalls jedoch nicht mehr. Er beendete seine turnerische Laufbahn 2002.

Senior Trainer Werner Volk bis zu seinem Tod im Jahre 2014 dem Turnsport aufs Engste verbunden nahm zwar 1997 seinen Abschied von der aktiven Laufbahn; doch Sohn Uwe war ja bereits in seine Fußstapfen getreten. Verstärkung erhielt dieser durch die dritte Generation: Steffen trainiert mittlerweile ebenfalls junge Turner und hilft, sie wettkampfmäßig zu betreuen.

Natürlich ließen es sich die Turner, aber auch die Seniorenturngruppe nicht nehmen, eine Kostprobe ihres Könnens für die Fernsehsendung „Aida" zu geben. Gemeinsam mit vielen anderen Heubachern präsentierten sie unseren Ort für Hessens Fernsehzuschauer.

lm Jahr 2002 vergrößerte sich das Übungsangebot des TV 07 um eine weitere Sportart: eine Schüler Volleyballmannschaft gründete sich, die mittlerweile sehr erfolgreich Rundenspiele des Bezirks bestreitet. Die Tischtennisabteilung konnte sich zahlenmäßig weiter verstärken und nahm 2004/05 mit beachtlichen drei Herrenmannschaften und einer Schülermannschaft an den Rundenspielen teil. Die Schüler setzten sich durch und wurden 2005 ungeschlagen Meister in der 3. Kreisklasse.

Schon ab den Jahren 2003/04 hatte der TV 07 wieder einmal ein großes Projekt zu schultern. die Sanierung der Wiesentalhalle. Neben allgemeinen Instandsetzungsarbeiten standen vorrangig Maßnahmen zur Energieeinsparung und Sicherheit an. Die Erlangung der erforderlichen Brandschutzqualität sowie die Installation baurechtskonformer Anlagen bedeuteten in jeder Hinsicht eine große Herausforderung für den Verein.

Bei den Baumaßnahmen gewann man im Bereich über den Sanitäranlagen neuen Raum. Die nun optisch transparente Empore ist als Gymnastik und Seminarbereich nutzbar. Mit der Installierung einer Gefahrenmeldeanlage wurden im Jahr 2006 die vorerst letzten Arbeiten ausgeführt.

Ein derart intensiver Sportbetrieb ist nur möglich, weil mit der großen, immer wieder mit viel Aufwand unterhaltenen Turnhalle ein adäquater Raum zu Verfügung steht. So konnte besonders der Vorstand aufatmen, als mit dem Abschluss der Umbaumaßnahmen auch die räumlichen Bedingungen für die Aktivitäten im Verlauf des Jubiläumsjahres 2007 geschaffen waren.

Der Vorstand übrigens setzt sich seit einem Wechsel im Jahr 1999 aus einem Vierergespann zusammen, so dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt ist. Seit jenem Jahr werden die Geschicke des Vereins gelenkt von Gerhard Amend, Karl Hans Ries, Hartmut Rödelsperger und Uwe Volk. Der aktuelle Vorstand im Jubiläumsjahr setzt sich zusammen wie folgt: Geschäftsführender Vorstand: Karl Hans Ries (Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit), Gerhard Amend (Hallen und Wirtschaftsbetrieb, Technik), Uwe Volk (sportliche Belange), Hartmut Rödelsperger (Finanzen). Beisitzer: Karin Lennert, Elsa Volk, Werner Volk, Herbert Hahn, Josef Seppel Tschotscheck, Günther lttmann, Stefan Menge, Stefan Volk, Gregor Schimpf, Werner Hauffenmeyer, Torben Volk, Wilfried Rusch.

Nicht nur für den Vorstand und die aktiven Mitglieder des TV 07 stellt das ,,Weihnachtsvarieté" den krönenden Abschluss des Sportjahres dar. seit vier Jahren gelingt hier eine sehenswerte Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Mitwirkenden aus anderen Vereinen Heubachs, sowie sozialen und kulturellen Gruppierungen und Einrichtungen der Gemeinde. Das Weihnachtsvarieté im Dezember 2006 bildete gleichzeitig den Auftakt zu den Veranstaltungen des TV 07 07 Heubach im Jubiläumsjahr 2007 in dem der Verein stolz auf 100 Jahre zurückblickt.

Ab dem 100. Jahr

Ab dem Jahr 2007 beteiligt sich die Volleyballabteilung an Rundenspielen. Im Jahr 2008 wird anlässlich der Kerb ein Mondstürmerlauf veranstaltet und die Kooperation mit der Flamencogruppe beginnt, die auch im Jahr 2017 noch besteht.

Im Jahr 2011 wird Niklas Neuhäusel in den Deutschen Turnerkader aufgenommen.Durch einen externen Anbieter werden ab 2012 Zumba Veranstaltungen in der Wiesentalhalle angeboten. Diese finden in unregelmäßigen Abständen statt. Der Bundespräsident verleiht im Jahr 2012 dem TV 07 die Sportplakette. Das Gauturnfest wird in den Jahren 2012 und 2013 zum wiederholten Mal erfolgreich durch den TV 07 ausgerichtet.

An den Rundenspielen nimmt die junge Volleyballmannschaft bis zum Jahr 2013 teil. Dann sind die aktiven Spieler fast alle durch Studium oder Auslandsaufenthalte nicht mehr so regelmäßig in Heubach, dass es leider nicht mehr möglich ist, dauerhaft eine komplette Mannschaft zu stellen.

Denis Tajic, Sebastian Ryback und Thorben Volk bilden ab 2014 die neuen Vorstandsmitglieder für Verwaltung, Finanzen und Sport. Sie leiten gemeinsam mit Gerhard Amend die Geschicke des Vereins. Es handelt sich um den jüngsten Vorstand in der Vereinsgeschichte. Leider hat der Vorstand in dieser Zusammensetzung nicht lange Bestand (2014-2016), weil durch berufliche Entwicklung und Neuausrichtung, verbunden mit Wegzug aus Heubach die Aufgaben nicht mehr wahrgenommen werden konnten.

Im Jahr 2015 geht die Erfolgskurve von Niklas Neuhäusel weiter steil nach oben. Trotz gesundheitlicher Probleme qualifiziert er sich bei den hessischen Meisterschaften in Giesen-Wieseck Mitte Mai für die deutschen Meisterschaften. Er erringt in Folge dessen bei den deutschen Meisterschaften in Heilbronn/Böckingen seinen ersten deutschen Meistertitel im Kunstturnen (Pauschenpferd). Noch nie in der Turngeschichte des TV 07 Heubach hat es so etwas gegeben. In diesem Jahr nimmt er auch erstmals an einem internationalen Wettkampf teil. (20. Rheintalcup, April 2015, Widnau, Schweiz). Im Jahr 2016 turnt Niklas Neuhäusel in Halle an der Saale seinen ersten Bundesligawettkampf.

Die Vorstandsaufgaben von Denis Tajic und Sebastian Ryback werden ab 2016 von Ralf Löring und Stefan Menge übernommen. Umfangreiche Arbeiten an den Außensportanlagen im Jahr 2016 und 2017 machen die Sportanlagen fit für das Gauturnfest im Juni 2017. Auftakt zum Jubiläumsjahr 2017 war der Neujahrsempfang in der alten Turnhalle.

Christel Wetzstein löst im Jahr 2017 Thorben Volk im Vorstand ab. Seit diesem Zeitpunkt setzt sich der aktuelle, geschäftsführende Vorstand wie folgt zusammen: Gerhard Amend (Hallen und Wirtschaftsbetrieb, Technik), Christel Wetzstein (sportliche Belange), Ralf Löring (Finanzen) und Stefan Menge (Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit). Beisitzer Elsa Volk, Karl-Hans Ries, Werner Hauffenmeyer, Stefan Volk, Hartmut Rödelsperger, Matthias Birk.

Die erste Tischtennis-Mannschaft steigt 2017 mit den Spielern Christel Wetzstein, Sven Quaiser, Michael Prädel, Jonas Wagner, Uwe Pfalzgraf, Manfred Arncken, Andreas Altmann und Patrick Wolf in die 1. Kreisklasse des Kreises Darmstadt Dieburg auf. Pünktlich zum 120. Gauturnfest im Jahr 2017 wird im Mai und Juni 2017 die Ostfassade der Turnhalle neu verputzt. Am Gauturnfest in Heubach nehmen bei schönem Wetter am 24. und 25. Juni insgesamt 450 Sportler teil.

Im Juni 2017 wird Niklas Neuhäusel für die U18 Nationalmannschaft des DTB nominiert. Als sportliche Krönung des Jahres 2017 erturnt Niklas Neuhäusel beim Deutschen Turnfest in Berlin zwei deutsche Meistertitel im Geräteturnen.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Sportbetrieb immer wieder verändert. Aktuell werden unter anderem Volleyball, Tischtennis, Badminton, Geräteturnen, Leichtathletik, Kinderturnen, Gesundheitssport, Yoga, Seniorensport, Tanzen usw. angeboten. Viel kleinere und größere Arbeiten an den Gebäuden und den Außenanlagen gewährleisten auch im Jubiläumsjahr 2017 einen reibungslosen Sportbetrieb.

Unteranderem wird im Jubiläumsjahr mit der Sanierung der Elektroanlagen begonnen. Erstmals wird im Jahr 2017 die Kerb gemeinsam mit der Kirche und dem Sportverein mit einem gemeinsamen Essens- und Getränkestand und nur einer Kasse abgehalten. Die Premiere ist erfolgreich und man hat beschlossen, das Konzept auch im Jahr 2018 an der Kerb fortzuführen. Danke an alle Helfer und Organisatoren.

Am 21.10.2017 fand wieder ein Volleyballturnier mit 9 Mannschaften statt. Sieger wurden die „Highlander“ aus Nieder Klingen.Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2017 war der Festabend im November, an dem ca. 100 geladene Gäste einen schönen Abend in der Turnhalle verbrachten. Eine durch Holger Schütz mit Heubacher Weinen durchgeführte Weinprobe trug ebenfalls zum Gelingen des Abends bei.

Den Abschluss des Jubiläumsjahres stellt die Weihnachtsfeier am 16.12.2017 dar, bei der wieder einige Vereinsgruppen Aufführungen darbieten und auch wieder der Nikolaus die Kinder beschenkt.

Fortsetzung im Jahr 2027 zum 120. Jubiläum

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